
Im E-Commerce hat man keine Zeit, sich um die Bedingungen für die Aushärtung der Produkte zu kümmern. Wenn das Ziel ist, Produkte innerhalb von 48 Stunden zu versenden, führen Störungen in den Produktionsanlagen dazu, dass die Gewinne schnell schrumpfen. Deshalb haben wir unseren Gallium-UV-Emitter entwickelt – er sorgt dafür, dass die Produktionsanlagen weiterhin arbeiten können, anstatt anzuhalten.
Was technisch wichtig ist: Der Emitter basiert auf einer mit Gallium angereicherten Quecksilberdampflampe. Das Spektrum dieser Lampe liegt bei 385 nm. Die Breite des Halbmaximums wird so eingestellt, dass sie mit der Absorptionsspanne der Fotoinitiatoren in dünnen Schichten und Beschichtungen übereinstimmt. Bei einer Arbeitsentfernung von 10 mm beträgt die maximale Strahlungsintensität 1200 mW/cm² – gemessen mit einem kalibrierten spektralen Radiometer.
Die mit Dichroitbeschichtung versehene Quarzkapsel lässt UV-A-Strahlen durch, während überschüssiges Infrarot vom Substrat ferngehalten wird. Dadurch bleibt die Temperaturerhöhung bei PET- und Folienmaterialien unter 3 °C pro Bearbeitungsvorgang. Durch die Geometrie des Reflektors erreicht man eine Sammeleffizienz von 92 % – dadurch bleibt die abgegebene Energiedichte bei 800 mJ/cm², selbst bei einer Breite von 600 mm und einer Geschwindigkeit von 200 m/min. Die Leistung bleibt über 5000 Stunden lang stabil; dabei sinkt die Strahlungsintensität um weniger als 5 %. Zudem kann der Emitter sofort eingeschaltet werden – es ist kein Aufwärmvorgang notwendig.
Warum das im Produktionsbetrieb funktioniert: Eine flexible Lieferkette bedeutet geänderte Produktionspläne, engere Termine sowie plötzliche Spitzen in der Produktion. Das 385-nm-Spektrum ermöglicht es, auch dicke Schichten zu behandeln, ohne dass es zu Problemen kommt – auch bei dunklen Pigmenten. Der sofortige Ein- und Ausschalter reduziert den Energieverbrauch in Ruhephasen und vermeidet Verzögerungen beim Wechsel der Produkte.
Das bedeutet mehr fertige Bestellungen pro Schicht, weniger Ausschuss aufgrund unvollständiger Aushärtung sowie eine konstante Haftung der Beschichtungen auf hitzeempfindlichen Substraten. Der Emitter passt problemlos in herkömmliche Hochdruck-Quecksilberlampen sowie in industrielle Drucker. Man muss ihn nur anschließen, ausrichten und dann nutzen.
Hier sind die praktischen Details: Für eine optimale Spektralabgabe und eine lange Lebensdauer des Emitters benötigt man einen passenden Zündvorrichtung sowie eine stabile Ballaststromstärke. Nicht passende Komponenten verkürzen die Lebensdauer des Emitters und verschärfen das Spektrum. Achten Sie außerdem auf die Ausrichtung des Reflektors sowie auf die Entfernung zwischen der Lampe und dem Substrat – das entscheidet über die erreichte Strahlungsintensität.
Der Emitter ist ozonfrei – doch es ist trotzdem erforderlich, eine ordnungsgemäße Belüftung zu haben, um die Wärme sowie eventuelle Rückstände von VOCs aus der Tinte zu bewältigen. Planen Sie Wartungsarbeiten alle 5000 Stunden ein und halten Sie Ersatzlampen bereit, damit die Produktivität nicht beeinträchtigt wird.