
CE-Zertifizierung: Es ist mehr als nur ein Aufkleber
Seien wir ehrlich: Wenn man das CE-Zeichen auf einem modularen UV-Härtungssystem sieht, neigt man dazu, es einfach als weiteren Papierkram abzutun. Doch diese Systeme sind keine gewöhnlichen Geräte – sie handelt sich dabei um Hochspannungsgeräte, die viel Wärme sowie elektrischen Stromstoß erzeugen.
Die Erhaltung dieser Zertifizierung dient nicht dazu, nur Formulare auszufüllen. Vielmehr geht es darum, sicherzustellen, dass das Gerät bei der Verwendung in einer hochwertigen Produktionslinie keine Probleme verursacht – weder im Hinblick auf den Stromverbrauch noch bei Sicherheitsprüfungen.
Die Probleme mit Elektrizität
Wenn man mehr Lampen in ein modulares System einbaut, wird mehr Strom benötigt. Das macht die Situation kompliziert. Wenn die Ballastgeräte nicht richtig gefiltert werden, kann „elektrischer Störstrom“ in das Netzwerk der Fabrik gelangen. Das klingt nach einer Kleinigkeit – in der Praxis ist das jedoch ein großes Problem. Solcher Störstrom kann die PLC-Controller und Sensoren beeinträchtigen, was wiederum zu unerwünschten Reaktionen in der Automatisierung führen kann. Wir investieren viel Zeit in die Auswahl der Komponenten, damit dieser Störstrom unter Kontrolle bleibt. Man möchte schließlich, dass die Maschinen genau das tun, was ihnen befohlen wird – und nicht wegen eines problematischen Stromversorgungssystems ausfallen.
Wärme und die Gefahr von Stromstößen
UV-Systeme werden sehr heiß – wirklich sehr heiß. Unsere modularen Gehäuse sind so konzipiert, dass sie diese Hitze aufnehmen können, ohne zu verbiegen oder zu versagen. Doch die CE-Standards verlangen außerdem, dass wir besonders auf die Erdung und Isolierung achten. Ein lockerer Anschluss im Gehäuse kann dazu führen, dass das gesamte Metallgehäuse zu einem leitenden Körper wird – das wäre ein Desaster. Durch Einhaltung dieser Regeln stellen wir sicher, dass das Gehäuse richtig verbunden ist und die Verkabelung der Hitze während des Betriebs standhalten kann – und nicht nur der Raumtemperatur, wenn das Gerät ausgeschaltet ist.
Das Risiko von „billigen“ Alternativen
Im Internet findet man Lampen, die auf den ersten Blick identisch mit unseren sind – doch sie haben keine Zertifizierung. Auf dem Papier sehen sie gut aus. Doch in der Praxis funktionieren sie oft nicht richtig. Vielleicht funktionieren sie eine Woche lang – danach platzt ein Kondensator oder ein Sachverständiger stellt fest, dass die ganze Anlage stillgelegt werden muss. Für einen Ingenieur bedeutet das enorme Risiken. Solche Situationen können dazu führen, dass Versicherungsgesellschaften bei einem Brand nicht zahlen wollen. Eine ordnungsgemäße Zertifizierung bedeutet, dass man ein Ersatzteil erhält, das problemlos eingebaut werden kann. Dann funktioniert das Gerät wieder – und man kann beruhigt schlafen, denn die Verfügbarkeit der Maschine ist nicht mehr gefährdet.